• Sprech-Mischmasch – Ich bin froh darüber, das Englisch-Sprechen und -Hören trainieren zu können – das Englisch-Lesen & -Schreiben ist mir ja als Informatiker nicht fremd. Allerdings sind hier auch viele Deutsche, so dass man zwangsläufig wieder ins Deutsche rutscht – je nach Zuhörerschaft switcht man hin und her. Blöderweise fängt man dann irgendwann an zu mischen, mal hier ein englischer Satz, mal dort ein deutsches Wort. Das fiel mir anfangs nur bei Klaus auf, aber mittlerweile hat mich diese „Reisekrankheit“ auch befallen. Klaus hat allerdings schon die fortgeschrittene Variante: Ihm fällt manchmal sogar nur der englische Begriff ein – oder er spricht mich sogar ganz auf Englisch an. Irgendwie witzig, erst recht wenn man diese unsägliche Anglizismus-Debatte in Deutschland bedenkt … Klapprechner, pff!
  • Abstecher – Langsam fange ich an, mein nächstes Reiseziel zu planen. Hier vor Ort erhält man soo viele Tipps, dass man sich in der Welt verlieren könnte. So zog ich vor meinem Südkorea-Besuch einen Abstecher zu den nordöstlich gelegenen Victoria Falls in Betracht. Per „InterCape“-Bus ließe sich das recht gut erreichen (danke für den Tipp, Klaus). Und einen Anschluss-Bus zu meinem Flieger in Johannesburg gibt es auch. Es gibt nur einen Haken: Ich würde für ein paar Stunden die Grenze nach Sambia überqueren. Und Sambia gilt (zumindest in Südafrika) als Gelbfieber-Land. Ich benötige also eine Impfung/ein Impf-Zertifikat, obwohl ich nur Transit-Tourist bin (sowohl in Sambia als auch in Südafrika). Die Impfung hatte ich mir vor meiner Reise gespart, meine 4 angepeilten Ziele sind ja nicht Gelbfieber-relevant. Na egal, dann nehme ich die Victoria Falls bei der nächsten Auszeit mit – ich hoffe, meine Chef liest das nicht 😉
  • meine Tätowierung – Anfangs bin ich nur langärmelig auf die Straße gegangen. Ich wusste nicht genau, wie die Leute auf meinen bunten Arm reagieren oder ob Tätowierungen gar verboten sind. Aber als ich es dann im Hostel ausprobierte, war ich überrascht. Schwarze (entschuldigt den politischen inkorrekten Ausdruck, er passt in den „bunten“ Kontext) sind fasziniert von meiner Tätowierung – „It looks almost the same“, womit die Hostel-Angestellte – hypnotisiert auf meinen Arm schauend – wohl ihre Hautfarbe mit der Schattierung meiner Tätowierung verglich. Auch auf der Straße erntete ich ähnlich faszinierte Blicke und Kommentare. Zudem kommt man recht schnell mit Leuten ins Gespräch – z.B. mit vier jungen Japanern, die hier im Hostel übernachteten. Sie finden die Tätowierung toll. Das ehrt meinen nicht-japanischen Tätowierer. Ein großes Dankeschön nach Berlin!
  • fuck FAQ – Es ist toll, neue Leute kennen zu lernen. Von den ständig selben Fragen bin ich aber langsam genervt: „Where are you from?“, „What are doing here?“, „How long you’ve been here now?“, „How long will you stay here?“ – Geschäftsidee: „Traveler-FAQ“-T-Shirts verkaufen, auf denen die wichtigsten Fragen zum Shirt-Inhalt beantwortet werden.
  • Nachtleben – Ich mag Luxus nicht, wehrte mich anfangs zur Skybar des Hilton-Hotels mitzugehen. Ja, auch in Namibia gibt es ein Hilton-Hotel. Man bekam mich dann allerdings doch dazu überredet, glücklicherweise. Die Skybar befindet sich auf dem Dach des Hotels. Sie ist bekannt für ihren wunderschönen Blick auf die Stadt, insbesondere bei Sonnenuntergang. Fotos kann ich euch leider nicht bieten, da wir danach noch einen Jazz-Club besuchten und ich ob der späten Stunde Kamera und Handy lieber im Hostel ließ. Da müsst ihr schon herkommen und euch selbst „ein Bild machen“ 🙂

2 Kommentare

lede82 · 19. September 2014 um 22:12

Ah jetzt hab ich es gelesen. Den Absatz hatte ich noch gar nicht gesehen. Ich spekuliere immer auf dein heimweh

    rori · 22. September 2014 um 4:29

    Heimweh habe ich bisher wenig. Über das Blog stehe ich ja in ständigem Kontakt zu euch.
    Ich habe eher Bedenken, dass ich zu schnell reise; bin nach drei Wochen immerhin schon in Seoul.

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