Ich weiß nicht warum: Ich bin vor meiner Reise nach Hong Kong angespannter als vor der Reise nach Namibia. Die Voraussetzungen sind eigentlich die gleichen: Flug und Unterkunft sind gebucht und bestätigt, alles andere kommt wenn es soweit ist. Vielleicht ist es der endgültige Abschied? Deutschland, samt meiner Familie und Freunden, sehe ich am Ende meiner Reise wieder. Ob ich Klaus irgendwann wiedersehen werde, weiß ich nicht (hoffe ich jedoch). Und sogar die Kellnerin im Restaurant „Coffee Shop“ schluchzte leicht, als ich sie das letzte Mal sah … zumindest bilde ich mir das Schluchzen ein. Ich werde Namibia vermissen.

Wie dem auch sei: Es ist Zeit für ein neues Abenteuer! South African Airlines bringt mich – wieder mit Zwischenstopp in Johannesburg – nach Hong Kong. Eines nehme ich schon mal vorweg: Das Essen ist besser als bei British Airways, halt weniger British 🙂

Da das Fliegen für mich ja nun mittlerweile zur Routine geworden ist (status changed to: alter Hase), möchte ich noch ein paar Worte über den Zwischenstopp Johannesburg loswerden:

Ich habe ja schon über meine Abneigung zu Plunderkram berichtet – insbesondere an Flughäfen. Da mag auch gerne jeder seine Neigungen haben. Aber wer bitteschön kommt bei seinem Zwischenstopp auf die dämliche Idee, eine 1 Meter 50 große Holzgiraffe Duty-Free zu kaufen und ins nächste Flugzeug als „Handgepäck“ mitzuschleppen:

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Und kommt mir jetzt nicht mit „Jaaaa, es muss ja kein Zwischenstopp sein! Er kann ja in Johannesburg bleiben wollen!“. Sicherlich, es gibt jede Menge Leute, die in Johannesburg bleiben. Aber aus welchem Grund sollte ich als Johannesburg-Reisender eine Holzgiraffe aus dem „Out of Africa“-Shop „reimportieren“? Um sie als Gast meinen Gastgebern zu schenken mit den Worten „Schaut mal, eine Giraffe. Müsstet ihr eigentlich kennen.“ ? Um sie als Einheimischer in mein südafrikanisches Haus zu stellen und zu sagen: „Wow toll! Und vor meinem Haus gibt’s die sogar in noch größer und noch lebendiger!“ ?

Vielleicht versucht der Informatiker in mir einfach wieder, jeder Tatsache einen Sinn zu geben. Leider fand sich niemand, der mir dabei hätte helfen können. In den drei Stunden Wartezeit habe ich keinen Giraffen-Käufer angetroffen.

Noch was erfreulicheres: Ich liebe Mugg & Bean! Da gibt es handgroße Blaubeer-Muffins … und ich hab nicht gerade kleine Hände! Leider war mein Hunger größer als das Foto-Verlangen, daher gibt’s leider kein Beweisfoto. Blöderweise gibt es Mugg & Bean nur in Südafrika. Ich werde sofort einen Franchise-Laden in Deutschland eröffnen … obwohl der mit mir als besten Kunden wahrscheinlich nicht lange Bestand hätte.

Und noch was Tolles: Das Sportgeschäft im Johannesburger Flughafen verkauft auch Fußball-Trikots. Und welches fällt euch als erstes auf?

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Natürlich werdet ihr alle unisono sagen „das neue Dortmund-Trikot“. Alle anderen Trikots gehen ja auch vollkommen unter … das viel kritisierte Warnwesten-Muster hat eben auch Vorteile!

Und sieht jemand zufällig ein Bayern-Trikot?

Auflösung: Auf dem Bild ist es nicht zu sehen, aber eine Reihe weiter unten und viel weiter links hing es, halb auf dem Boden. Kein Kommentar 😉

Um die Gemüter zu besänftigen: Erst Stunden später kam mir der Gedanke, dass es vielleicht wegen des anstehenden Champions League-Spiel gegen Arsenal extra so platziert wurde … links daneben hängt das Arsenal-Trikot. Na egal, ich war für ein paar Stunden glücklich.

Apropos Glück & BVB: Welcome back, Shinji! Genialer Einstand!

So, genug Unsinn geschrieben. Hat ja auch alles nix mit meiner Reise zu tun!


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