Ich hab Jetlag: Am zweieinhalbten Tag hatte ich sehr stark mit der Zeitverschiebung zu kämpfen. Ich konnte vor 3 Uhr nicht einschlafen, war früh wach und habe den Tag lustlos und schläfrig rumgebracht, ohne allzu viel zu unternehmen. Die Zeitverschiebung habe ich stark unterschätzt … oder es ist doch die Nachbarstraße, die mir Sorgen macht:

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Ich fühle mich isoliert und fremd: ich bin sprachlich isoliert und bin Fremdkörper inmitten einer anderen Kultur. Das empfinde ich aber nicht als unangenehm, denn ich sehe mich eher als Beobachter und Lernender. Es ist aufregend, in einer Stadt umherzuwandern, die mir unverständlich und chaotisch erscheint, die aber funktioniert, da sich die Menschen verstehen. Und ganz so isoliert bin ich dann doch nicht: Viele Hong Konger sprechen auch englisch – sicherlich bedingt durch die historische Nähe zu Großbritannien -, gesprochen wird hier aber mehrheitlich chinesisch.

Kultur-Clash: Hong Kong ist chinesisch, aber lässt an einigen Stellen westliche Einflüsse zu. Besonders in den teuren Bezirken finden sich kaum Unterschiede zu westlichen Städten. Es gibt große Einkaufszentren mit westlichen Marken, Starbucks, H&M, Gucci. Umso weiter man sich von diesen Bezirken entfernt, umso mehr spürt man jedoch die chinesische Kultur. Hier findet man viele kleine Läden mit chinesischem Finger-Food und billigen Alltagsprodukten. Wo man sich in den teuren Bezirken noch um zweisprachige Beschriftung bemüht – chinesisch und englisch -, belässt man es in den ärmeren Bezirken bei chinesischen Beschriftungen. Mir persönlich sind die „chinesischen Bezirke“ lieber; die Menschen sind hier weniger hektisch und einfach herzlicher.

Überall Essen, meist asiatisch. Das bringt auch den typischen, sehr intensiven Geruch nach Fisch, Öl und Gewürzen mit sich. An kleineren Geschäften kann dieser Geruch schon mal eine sehr ranzige Note annehmen. Das ist mein europäisch eingestellter Geruchssinn nicht gewohnt und ich fühle mich vom Geruch abgestoßen. Aber in den nächsten Wochen werde ich mich wohl noch daran gewöhnen (müssen).

Apropos Essen: McDonalds schmeckt in Hong Kong genauso wie in Deutschland 🙂 Ihr werdet sicherlich sagen: „So ein Idiot! Da ist er in einer der größten und großartigsten Küchen der Welt unterwegs und geht zu McDonalds.“ Zu meiner Verteidigung: Ich habe zuvor meine erste schlechte Erfahrung mit chinesischem Essen gemacht. In einer kleinen Bäckerei um die Ecke habe ich (vermeintlich) Süßes gekauft; das eine Gebäck war jedoch sehr herb, das andere sehr sehr stark mit Öl versetzt. Das bedarf wohl einiger Gewöhnung … oder einer hochwertigeren Bäckerei. – Zurück zu McDonalds: Ihr hättet mein Grinsen sehen sollen, als ich beim Eintreten feststellte, mich in der gewohnten Atmosphäre des amerikanischen Fast-Food-Restaurants zu befinden. Allerdings hatte jemand die Kunden ausgetauscht, gegen lauter Chinesen.

Noch ein paar Fotos:

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Lang wurde geforscht und entwickelt, endlich ist sie da: die „Multi-Function Machine“! Ob man da auch Toast reinstecken kann?DSC00624b

Wasserzeichen auf Banknoten sind mir ja bekannt. Lichtzeichen sind mir jedoch neu:DSC00464c


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