Ich merke grad, dass ich ziemlich ausschweifend über meine Reise schreibe – und bisher kaum Fotos zeige. Das liegt daran, dass der Reisestart für mich sehr aufregend war, aber bisher wenig Fotomotive bot. Zur Entschädigung gibt es erstmal ein Foto des Hostels:

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Auch an Tag 3 und 4 habe ich meine neu gekaufte Kamera (für Gunar zum Augenrollen: Sony Alpha 5000) noch zurückgehalten. Erstmal war wichtig, die Lage auszukundschaften, mit den Gepflogenheiten der Hostels und der Stadt vertraut machen, Geldautomaten und Supermärkte in der Nähe finden.

Im Hostel gibt’s zum Glück Frühstück, der Tagesstart ist somit gesichert. Für sonstige Mahlzeiten und Getränke muss man selbst sorgen. Ein beliebter Treffpunkt des Hostels ist die Küche, die zur freien Verfügung steht. Für mich als Schlecht- bis Nicht-Kochenden erfordert das ein wenig Überwindung. An den beiden Tagen bin ich daher auch erstmal auswärts essen gegangen.

Ich gebe zu, die Gegend ist nicht gerade vertrauenserweckend. Die Internetseite des Auswärtigen Amts hat mich ja gewarnt und auch das große Schild am Hostel-Ausgang versucht es.

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Wenn man dann noch realisiert, dass fast jedes Haus mit einem hohen Zaun und Stacheldraht umgeben ist, kann man sich dem Eindruck nicht erwehren, dass Diebstahl an der Tagesordnung ist. Bewegt man sich jedoch am Tag im Stadtzentrum, ist man recht sicher. Man sollte trotzdem nicht unbedingt Aufsehen erregen, z.B. durch große Rucksäcke oder rumhängende Kameras. Am besten, man läuft ohne Rucksack, ohne Handy und mit nur wenig Geld herum.

Das Wetter ist übrigens – trotz Winterzeit – sehr angenehm. Bis zu 28° am Tag, ca. 12° in der Nacht. Ins Schwitzen kommt man trotzdem nicht, denn die Luftfeuchtigkeit ist sehr gering. Die Temperatur ist also sehr angenehm. Allerdings ist bereits um 17:30h Sonnenuntergang. Das ist weniger angenehm, denn es wird recht schnell kühl.

Für mich als digitales Kind ist neben Essen und Wetter natürlich eine vernünftige Internetverbindung unabdingbar! Zumal ich ja das Blog noch aufsetzen musste und euch über meine Reise informieren wollte. Da die Internetnutzung im Hostel auf 2 Stunden pro Tag beschränkt ist (Ahhh Hilfe, 22 Stunden ohne Internet!) und nicht allzu zuverlässig funktioniert, entschloss ich mich, mir eine namibische SIM-Karte zu besorgen. Nebenbei: Die Häufung von unsinnig erscheinenden Handy-Läden in Stadtnähe ist anscheinend kein ausschließlich deutsches Phänomen. Aber Afrika soll sowieso ein recht Handy-verrückter Kontinent sein.

Die Dame im Handy-Laden war übrigens so nett, mir die namibische SIM-Karte samt des von mir gewünschten 2GB-Kontingents einzurichten. Dabei bemühte sie eine nicht enden wollende Kolonne an Zahlen und huschte nur so durch meine Handy-Menüs. Ich zeigte mich beeindruckt, denn immerhin sind die Menüs deutschsprachig. Sie meinte, sie macht das täglich, die Sprache ist ihr dabei ziemlich egal. Tja, Profi am Werk.

Die Internetverbindung in Windhoek ist übrigens recht gut. Zwar schwankt die Datenrate stark und die Antwortzeiten liegen im Sekundenbereich (also nix zum Zocken), aber immerhin gibt’s hier HSDPA.

Und da wir schon bei meinem Technik-Wahn angekommen sind: Das Internet lügt! An jeder Ecke soll man in Namibia einen Stromadapter bekommen. Na gut, das Internet lügt nur halb: Einen Adapter bekommt man zwar, aber meist nur für den schmalen Stecker (2-Pin). Mein MacBook benötigt aber den runden Stecker (3-Pin/Schutzkontakt-Stecker). Bei der Blog-Einrichtung musste ich ganz schön mit meinem MacBook-Akku haushalten. Vergesst den Welthunger, vergesst Kriege: runde Stecker sind die wahren Probleme der Welt … zumindest der Ersten Welt. Aber letztlich habe ich noch einen halbwegs passenden Adapter gefunden und mit der Nagelschere „angepasst“. Fragt besser nicht 😉


1 Kommentar

lede82 · 8. September 2014 um 7:59

Das wollte ich dir noch vor deiner Reise sagen, Akku-Suche in Namibia wurde schon einmal in einem empfehlenswerten Buch beschrieben:

Vielleicht hast du noch Zeit dafür.

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