Ich erweitere mein Einzugsgebiet: Heute habe ich den westlichen Teil L.A.s besucht, ich war in Santa Monica am weltberühmten Venice Beach:

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Umgehauen hat mich der Strand aber nicht. Vielleicht bin ich einfach zu sehr „vorgeschädigt“ durch Hawaii. Dort gab es viel schönere Strände. Ich mühte mich wenigstens die Promenade schön zu finden, aber ich sah mich gelangweilt dem gegenüberstehen, was ich schon aus Film und Fernsehen kannte: Skater, Bodybuilder und viele minderwertige Klamotten-, Souvenir- & Tattoo-Shops. Wow, da hat das Fernsehen ja tatsächlich mal die Wirklichkeit abgebildet … oder die Promenade hat sich dem stereotypen Bild der Fernseh-Industrie angepasst. Wie dem auch sei, ich machte mich recht schnell wieder auf den Rückweg. Denn wie ich schon bei der Hinfahrt unerwartet feststellte, war meine Herausforderung des Tages: die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel.

In Los Angeles sind die öffentlichen Verkehrsmittel ein echter Graus, denn:

  • LA ist flach und weitläufig. Die interessanten Stellen liegen weit auseinander. An Zu-Fuß-Gehen ist gar nicht zu denken.
  • LA ist für den Autoverkehr ausgelegt, wovon auch kräftig Gebrauch gemacht wird. Bürgersteige sind zwar meist vorhanden, Kreuzungen sind jedoch nicht immer auf Fußgänger „vorbereitet“.
  • Wie die vielen Bus- und wenigen Bahnverbindungen zusammenspielen, ist wohl nur durch ein mehrjähriges Studium halbwegs zu erahnen. Bezeichnet werden die Buslinien durch Nummern, es sind über 800. Wo die Nummern hinführen, bekommt man nicht ohne Weiteres heraus. Das offizielle App der LA Metro ist dabei kein Stück zu gebrauchen. Stationen nahegelegener Buslinien verteilen sich unsortiert um den Straßenblock herum.
  • Die Haltestellen orientieren sich an den Straßennamen bzw. der Kreuzung zweier Straßen; das hilft aber wenig, wenn man kein Gefühl für die vielen, kilometerlangen Straßen LAs hat. Im Bus bekommt man die Haltestelle meist nicht mit, da sie häufig nicht angesagt wird oder durch den Lärm aus Gesprãchen, Klima-Anlage und Werbe-TV kaum zu verstehen ist. Die Digitalanzeige im Bus zeigt nur unnütze Hinweise wie „Stop Requested“ oder „Please use rear exit“ an. Auch hier hilft das App nicht.

Ich merkte, dass mich Japan mit seinen ausgefeilten öffentlichen Verkehrsmitteln ganz schön verwöhnt hat. Jede Sehenswürdigkeit war schnell und unkompliziert durch U-Bahnen zu erreichen. LA ist dagegen eine Auto-dominierte Stadt. Mit den öffentlichen Verkehrsmittel kommt man als Reisender nur langsam vorwärts. Stacy hätte mir hier sicher geholfen, aber in diesem chronischen Verkehrsinfarkt hätten wir beide nicht allzu viel Spaß gehabt.

Am Nachmittag erreichte ich trotzalledem das California Science Center. Hier gab es einige Ausstellungsstücke zu Wissenschaft und Weltraum zu bewundern, viel mehr aber auch nicht:

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Den Tag rundete ich ab mit einem Basketballspiel; ich hatte gestern noch ein Ticket für ein Spiel der L.A. Lakers ergattern können. Das Stadion soll wohl eine einmalige Atmosphäre bieten. Und zudem hat man die Chance Jack Nicholson zu sehen und zu erleben. Er ist begeisterter Lakers-Fan und wohl bei fast jedem Spiel dabei.

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Beim Spiel habe ich zufällig Julien kennen gelernt, der sich nur unwesentlich mehr mit Basketball auskennt als ich und ebenfalls die Atmosphäre eines NBA-Spiels erfahren wollte. Julien ist heute aus Frankreich angereist, um eine Woche Urlaub in Los Angeles zu verbringen. Wir haben das Spiel genossen, auch wenn die Lakers verloren. Jack Nicholson habe ich leider nicht ausmachen können 🙁

Auf der Rücktour haben wir zufällig einen weiteren Franzosen getroffen und ich durfte feststellen, dass mein mühsam in der Schule antrainiertes Französisch so gut wie verschwunden war. Schade. Irgendeine Programmiersprache muss das Französisch wohl aus meinem Speicher verdrängt haben 😉

Kategorien:  🌎 Runde 1USA

1 Kommentar

lede65 · 12. November 2014 um 11:47

In Simi Valley (einem der Vororte im Speckgürtel von Los Angeles) sitzt übrigens die Firma, von der das DLR seine Antennen kauft. Die bauen die Teile bei sich auch auf, um sie von ihren Kunden abnehmen zu lassen. Ich habe mal ein paar Fotos davon gesehen. Sah echt abgefahren aus… 😉

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