Safari ist ein Weißen-„Sport“. Ich sitze mit einem holländischen und einem italienischen Rentnerpärchen auf der „Aussichtsplattform“ des Safari-Jeeps. Unser Guide und Fahrer ist Schwarzafrikaner aus Simbabwe. Auf dem Safari-Jeep thronend werden wir an den schwarzen Arbeitern vorbeigefahren, die bei sengender Hitze auf dem Feld schuften oder gar mein Auto waschen müssen. Mein weißer Thron ist mir unangenehm.

Ich versuche mich auf das Ziel des heutigen Tages zu konzentrieren: Ich fahre in den Addo-Elefantenpark und sehe Tiere! Das Buchen der Safari war unkompliziert. Die Lodge bietet genug Safari-Programm, um mich 3 Tage auf dem Thron zu halten. Der Safari-Marathon startet!

Der Addo-Elefantenpark ist insbesondere beliebt wegen seiner vielen Elefanten – welch Überraschung. Und wir wurden schnell fündig. Sie liefen unbeirrt links und rechts an unserem Auto vorbei:

Mittag!

Die hungrige Meute wartet!

Die beiden Rentnerpärchen sind recht nette Leute, allerdings mit antiquierten Ansichten ausgestattet: „Seit in Namibia die schwarze Regierung an der Macht ist, läuft es nicht mehr.“ Das italienische Pärchen führt es zurück auf den Genotyp des verschwenderischen Schwarzafrikaners, der keinen Winter kennt und im Gegensatz zum Neandertaler ja niemals sammeln musste. Die Holländer stimmen zu.

Mich macht die Aussage sprachlos. Die Italiener urlauben seit 15 Jahren in Südafrika, besitzen sogar ein Haus in Jeffrey’s Bay. Haben Sie die Ansicht noch bei Mussolini gelernt oder sich hier im Echo der Apartheid angeeignet?

Zurück zu den Tieren. Natürlich wohnen „im Addo“ noch viele andere Tiere. Hier eine kleine Auswahl:

Löwen haben wir auch gesehen, die lagen allerdings weit entfernt im Schatten. Die nächsten beiden Tage bieten hoffentlich bessere Gelegenheiten, Fotos zu schießen.


3 Kommentare

Lede82 · 28. Februar 2017 um 13:47

In Schweden gabs im elchpark immer elchbratwurst. Hast im Elefanten Park n schönes Elefantensteak bekommen?

    rori · 28. Februar 2017 um 14:28

    Ich hab gar nicht drauf geachtet. Aber das wär mir auf der Speisekarte sicherlich aufgefallen – „5kg Elefanten-Steak in Erdnusssauce, mit 2kg Kartoffelspalten“ 🙂

Marcus · 1. März 2017 um 11:57

Ist schon fast unangenehm Europäer zu sein …

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