Ein Automat, wie er am Eingang vieler Fast Food-Restaurants steht. Man steckt etwas Geld hinein, drückt die Tasten, die man gern essen möchte, und der Automat macht daraus … einen kleinen, wenig sättigenden Zettel.

Erst wenn man dem den Koch den dem Zettel überlässt, raffiniert er daraus das vorher Ertastete. Das Foto zeigt beispiel- und schmackhaft die raffinierte Taste 2:

Das klingt zwar etwas umständlich, ist es aber auch. Warum der Zwischenschritt über den Zettel? Warum reicht der Automat die Bestellung nicht gleich an den Koch durch? Tja, hier ist der Japaner eigen. Auch wenn er viel Wert auf effiziente Prozesse legt, behält so mancher Prozess eben doch eine soziale, nichttechnologische Komponente.

Kauft man beispielsweise im Internet ein Ticket für die japanische Bahn, erhält man lediglich einen Abholschein, der ausgedruckt und am Bahnschalter eingelöst werden will. Das ist ein ungewöhnliches Verständnis von Online-Ticket. Aber so ist Japan: ein wenig eigen, aber liebenswürdig.

Gestern bin ich in Tokio eingetroffen. Am Abend habe ich bereits erste Eindrücke vom Ueno-Park genossen. Der Park ist einer der Sakura-Hotspots in Tokio.

Obwohl bisher nur wenige Blüten blühen, ist der Park bereits sehr gut besucht. Die Plätze unter den Bäumen sind mit Plastikplanen und jeder Menge Menschen ausgelegt.

Auch viele Firmen treibt es abends in den Park. Nach getaner Arbeit finden sich die Mitarbeiter zum geselligen Beisammensein unter den Kirschbäumen ein.

Um den besten Platz zu erhaschen, entsendet jede Firma morgens bereits Praktikanten, welche „die Reservierung vornehmen“:

Und da sie eh den Tag im Park verbringen, bereiten sie auch die Ess- & Trinkgelage vor:

Der Chidori-ga-fuchi Park bietet ein anderes Highlight: Die Kirschbäume werden nach Einbruch der Dunkelheit beleuchtet:

Die volle Blüte lässt allerdings noch auf sich warten.

Kategorien:  🌎 Runde 2Japan

1 Kommentar

Marcus · 2. Mai 2017 um 8:00

Ja, die Japaner sind schon eigen.

Habe am Wochenende eine Doku gesehen. Immer mehr Japaner kaufen sich eine lebensechte Silikonpuppe (mit der sie auch außerhalb des Hauses anzutreffen sind), weil menschliche Beziehungen vielleicht zu kompliziert sind, oder so. Wenigstens meckert die Puppe nicht über Stehpinkler …

Und ein weiterer hochwichtiger Fakt, den man unbedingt über Japan wissen muss: Es herrscht Mangel an männlichen Pornodarstellern. Auf 1000 weibliche Darstellerinnen kommen 70 männliche Darsteller. Stressiger Beruf … zumindest für die männlichen Kollegen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.